Neuer Lebensmittelschrank in Heiligkreuz eingeweiht

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Eine Initia­tive von Lebens­mit­tel­ret­tern in Heilig­kreuz hat die Einrich­tung eines Lebens­mit­tel­schranks durch die Kirchen­ge­meinde ange­sto­ßen. Dank verschie­de­ner Spender konnten die Kirchen­ge­meinde und die Initia­tive Lebens­mit­tel­ret­ter Heilig­kreuz den Schrank nun aufstellen.

Ivonne Kemen, Hildegard Neidhart-Beck und Anna Bignamou haben sich „beharr­lich“, wie Pfarrer Benedikt Welter betonte, dafür einge­setzt. Er konnte am 6. März nun den Lebens­mit­tel­schrank seinem Standort, am Eingangs­tor zu Pfarrbüro und Kinder­ta­ges­stätte, einsegnen und dankte für die „stille positive Verant­wor­tung“. „Zu der Feier waren alle Mitbür­ge­rin­nen und Mitbürger des Stadt­teils einge­la­den“, erzählt Ludwig Kuhn, Mitglied des Pfarr­ge­mein­de­rats. „Toll, dass es so etwas jetzt in Heilig­kreuz gibt“, das seien die ermu­ti­gen­den Reak­tio­nen gewesen.

„Weltweit landen jährlich rund 1,3 Milli­ar­den Tonnen Lebens­mit­tel auf dem Müll. Das entspricht dem Ertrag einer bewirt­schaf­te­ten Fläche der 1,5-fachen Größe des euro­päi­schen Konti­nents. In Deutsch­land sind es allein rund 18 Millionen Tonnen im Jahr“, trug Heike Geyer, Botschaf­te­rin bei Foodsha­ring in ihrer Rede vor. Genau wie Foodsha­ring, eine 2012 entstan­dene Initia­tive gegen Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung, verfolgen die Lebens­mit­tel­ret­ter in Heilig­kreuz das Ziel, dass über­pro­du­zierte oder nicht gewollte Lebens­mit­tel bei Super­märk­ten, Cafés oder Veran­stal­tun­gen gerettet und unent­gelt­lich an Inter­es­sierte, Bedürf­tige und Orga­ni­sa­tio­nen verteilt werden.

Der Schrank in Heilig­kreuz in der Ahrin­tal­straße 3 ist rund um die Uhr zugäng­lich. Das Prinzip ist einfach: Wer Lebens­mit­tel abzugeben hat, kann diese hinein­le­gen, wer Bedarf an Lebens­mit­teln hat, kann sich jederzeit etwas mitnehmen. Die Gruppe der Lebens­mit­tel­ret­ter hat einen Reini­gungs­plan entworfen und stellt so sicher, dass Hygie­ne­vor­schrif­ten einge­hal­ten werden.

Nach über einein­halb Jahr der Anregung und Vorbe­rei­tung kann nun der Schrank genutzt werden und Lebens­mit­tel als gute Gaben der Schöpfung geachtet, geteilt und genossen werden.

Kathrin Schmitt