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Luffa-Projekt 2025 Togo/​​Deutschland

Im Inter­kul­tu­rel­len Viel­falts­gar­ten im Tempel­be­zirk Trier wächst eine Pflanze, die auf den ersten Blick unschein­bar wirkt und doch ganze Welt­re­gio­nen mitein­an­der verbindet: die Luffa.


Zwischen Tomaten, Kale­bas­sen, Hibiskus und Heil­pflan­zen rankt sie sich im Tipi, bildet dichte Blät­ter­dä­cher und trägt Früchte, aus denen Schwämme, Lebens­mit­tel und Heil­mit­tel entstehen. Der Garten ist dabei weit mehr als ein Anbauort. Er ist ein Lernraum, ein Begeg­nungs­ort und ein leben­di­ges Archiv globalen Pflanzenwissens.


Der Viel­falts­gar­ten im Tempel­be­zirk ist Teil einer langen Tradition gemein­schaft­li­chen Gärtnerns in Deutsch­land, die von Klein­gar­ten­ver­ei­nen, Stadt- und Landes­ver­bän­den bis hin zum Bundes­ver­band getragen wird. Gleich­zei­tig öffnet er sich bewusst für inter­na­tio­nale Perspek­ti­ven: Menschen mit unter­schied­li­chen kultu­rel­len Hinter­grün­den bringen hier Saatgut, Anbau­wei­sen, Rezepte und Erfah­rungs­wis­sen ein. Pflanzen werden nicht nur gezogen, sondern erzählt – ihre Herkunft, ihre Nutzung und ihre Bedeutung werden sichtbar gemacht.


Die Luffa nimmt in diesem Gefüge eine besondere Rolle ein. Sie steht exem­pla­risch für Pflanzen, die Migra­ti­ons­er­fah­run­gen in sich tragen. Ursprüng­lich in tropi­schen Regionen Afrikas und Asiens behei­ma­tet, gelangte sie über Handels­wege, Kolo­ni­al­ge­schichte und persön­li­che Netzwerke nach Europa.


Heute wächst sie im Trierer Schre­ber­gar­ten – gezogen aus Saatgut aus Togo – und passt sich den klima­ti­schen Bedin­gun­gen Mittel­eu­ro­pas an. Ihr Wachstum macht deutlich, wie eng ökolo­gi­sche, kultu­relle und soziale Fragen mitein­an­der verwoben sind.

Voll­stän­di­gen Bericht hier ansehen.

Die Natur erwacht… 

In den vergan­ge­nen kalten Winter­wo­chen „ruhte“ die Natur. Das ist so in der Evolution. Die Keime an den Pflan­zen­wur­zeln und die Sprossen an den Knos­pen­an­sät­zen waren bereits vorhanden und warteten nur noch auf den Moment des Startschusses.

Dieser Start­schuss löste der Sonnen­stand und die Sonnen­strah­len­ein­wir­kung aus. Ich konnte das von meinem Balkön­chen aus sehr gut beob­ach­ten. An den Linden, die bei mir um den Wohnblock stehen, konnte ich genau sehen, wie sich die Knos­pen­an­sätze verän­der­ten. An manchen Tagen meinte ich, die Knos­pen­an­sätze würden sich öffnen. Taten sie aber nicht. Und auf einmal kam das zarte Grün in die Bäume. Die Natur ist erwacht. Der Frühling ist doch eine wunder­bare Jahreszeit.

Wie schmeckt denn genau der Frühling? Würzig wie der Bärlauch, fruchtig wie der Rhabarber und süß wie die Erdbeere?

Frisches Grün, zartes Rosa, leuch­ten­des Rot. Endlich kommt wieder Farbe an die Markt­stände und auf die Beete im Garten. Denn mit stei­gen­den Tempe­ra­tu­ren und den länger werdenden sonnigen Tagen erwacht die Natur zum Leben. Und mit ihr die ersten zarten Gemüse-, Obst- und Kräu­ter­pflan­zen. Nur allzu gern hegen und pflegen wir sie erst, um uns dann hoffent­lich schon bald an ihren Aromen von mild senfartig über scharf bis hin zu säuerlich und beerig süß zu erfreuen.

Saisonale Küche ist eine nach­hal­tige und altbe­währte Art zu kochen. Früher gab es schließ­lich keine Tief­kühl­tru­hen und lange Liefer­ket­ten von anderen Konti­nen­ten. Geerntet und verar­bei­tet wurde das, was die Natur und Felder lieferten. Im Frühling sind das vor allem die ersten frischen Kräuter aus dem Küchen­gar­ten und auch aus der Natur. Allen voran verbrei­tet der Bärlauch mancher­orts bereits ab Februar seinen knob­lauch­ar­ti­gen Duft. Bald schon folgt ihm junger Spinat, Die ersten Spar­gel­stan­gen werden gestochen. Radies­chen und Rhabarber sorgen für Farbe im Spei­se­plan -ab Mai dann auch die saugut schme­cken­den Erdbeeren.

Haupt­säch­lich mit Zutaten der Saison kochen und so den Geschmack der Jahres­zei­ten in leckeren Gerichten einfangen!

Mein Tipp: 2 kg Rhabarber waschen, putzen und schälen. Die Stangen in grobe Stücke schneiden und mit 2 l Wasser aufkochen. Etwa 20 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Den Saft anschlie­ßend mit 800 g Zucker und dem Saft einer Zitrone circa 20 Minuten ohne Deckel köcheln lassen.  Dann den Sirup in sterile Flaschen oder Gläser füllen. Kühl gelagert ist er mindes­tens 6 Monate haltbar.

Einen Sektkelch voll gutem Sekt, einen Schuss Rhabar­ber­si­rup in den Sektkelch schütten. Hmh lecker, wenn ich an einem lauen Sommer­abend auf meinem Balkön­chen sitze, riech ich dann sofort den Duft des Frühlings.

In diesem Sinne wünscht Euch die Rosemarie Heide Riegel einen wunder­schö­nen Frühling!!!!!

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